Advertisement
Montagsdemo Ulm solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen bei Iveco/Magirus PDF Drucken

Am 4. April titelt die SWP: „Dramatik um Iveco ‑ Aufträge brechen um 90 Prozent ein ‑ Standort in der Debatte“

 

Ein momentan katastrophaler Einbruch, besonders für die Kolleginnen und Kollegen bei Iveco. Wie selbstverständlich sollen sie, wie schon vorher die über 900 rausgeworfenen Befristeten- und Leiharbeiter, die Lasten der Krise tragen und nicht die Verursacher, die Banken und Konzerne.

Wir fühlen uns mit den Iveco Kolleginnen und Kollegen solidarisch, genauso wie viele Ulmer Werktätige.

Die Montagsdemonstranten, werden den Kampf der Iveco Kollegen um jeden Arbeitsplatz mit aller Kraft unterstützen.

Wir laden Die Kolleginnen und Kollegen, Vertrauensleute und Betriebsräte ein, hier auf der Montagsdemo am offenen Mikrophon zu sprechen, ihren Protest öffentlich zu machen und mit uns für Solidarität zu werben.

Die SWP schreibt weiter: „Hinter den Kulissen läuft Krisenmanagement, um den Standort Ulm zu retten.“

Wer sollen die „Retter“ sein? Der Fiatkonzern, die Iveco Spitze, Oberbürgermeister, Gewerkschaftsführer.

Wenn die irgendetwas retten – dann immer auf Kosten der Arbeiter und Angestellten.

 

Für die Iveco Kollegen stellt sich, wie vielen anderen Belegschaften die Frage, kann man diesen Herren und Damen die Lösung der von ihnen verursachten Probleme überlassen?

Oder muss man selbst aktiv werden, den Kampf um die Arbeitsplätze, um die Zukunft unserer Familien aufnehmen?

Das werden die Kolleginnen und Kollegen, ihre Vertrauensleute und Betriebsräte bei Iveco selbst klären und entscheiden.

Der Vorschlag der Montagsdemonstranten ist, die Erhaltung der Arbeitsplätze durch den Kampf um die 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich voranzubringen.

 

Allerdings wird uns von allen Seiten eingebläut „In der Krise kann man doch nicht kämpfen“

Das ist eine alte sozialdemokratische Erfindung. Sie wurde von reformistischen „Theoretikern" wie Hans Seidel schon in den 20er Jahren ausgedacht: "Jetzt ist es das elementarste … und das oberste Gesetz des Gewerkschaftskampfes: nach Möglichkeit jeden Streik in der Zeit der Krise zu vermeiden." Die Gewerkschaften sollen nach seiner Meinung Kämpfe sogar verhindern.

Hört man heutige SPD Politiker und Gewerkschaftsführer, so ist diese Ansicht immer noch die Leitlinie ihres Handelns, mit der sie uns wehrlos machen wollen.

 

Tatsache ist, dass sich in einer Wirtschaftskrise nicht nur die Arbeiter in einer Notlage befinden. Auch viele Unternehmer geraten in eine Kapitalnotlage und stehen unter dem Druck der Gläubiger‑ und Banken.

Ein Streik verschärft diese Zwangslage und macht die Unternehmer zu Zugeständnissen bereit. Trotz Krise haben die Kapitalisten Aufträge und Lieferverpflichtungen. Die wollen sie unter keinen Umständen verlieren.

Ein Streik wird von den Monopolen in der Krise besonders gefürchtet.

Er kann allen Arbeitern ein offensives politisches Signal geben.

 

Schlussfolgerung: Man kann nicht nur in der Krise kämpfen, sondern muss es sogar.

Wer sich nicht wehrt, bekommt die Krisenlasten voll aufgebürdet. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Gerade in der Krise sollte man sich auch überlegen, ob man sich nicht am Kampf für eine bessere, soziale Zukunft beteiligen will — den echten Sozialismus.

 

Montagsdemo 6.4.09, Redebeitrag Jupp Frerkes
 
< zurück   weiter >

Kalender

August 2010 September 2010 Oktober 2010
So Mo Di Mi Do Fr Sa
Week 35 1 2 3 4
Week 36 5 6 7 8 9 10 11
Week 37 12 13 14 15 16 17 18
Week 38 19 20 21 22 23 24 25
Week 39 26 27 28 29 30