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Magirus, Iveco, Fiat - konzernweite Solidarität PDF Drucken

Der gemeinsame konzernweite Kampf über Standort- und Ländergrenzen weg ist das Gebot der Stunde.

 

SWP Chefredakteur Thierer spricht von der „Fiat-Mutter“, die Ulm (Iveco) noch nie im Stich gelassen habe. Was man davon halten kann, zeigt aktuell das Vorgehen der „guten Mutter Fiat“ in den italienischen Werken.

 

Beispielhaft ist da schon eher der Protest der Fiat Arbeiter in Italien. Dazu drei Meldungen von rf-news.de:

Rund 1.000 Beschäftigte des Fiat‑Werks in der süditalienischen Stadt Pomigliano d'Arco bei Neapel haben am 5. Februar gegen drohende Entlassungen oder gar eine mögliche Werkschließung demonstriert. Sie besetzten eine Zugangsstraße zur Autobahn. Als rund 100 Fiat‑Arbeiter die wichtigste Nord‑Süd‑Autobahn Italiens blockieren wollten, wurden sie von der Polizei mit brutaler Gewalt daran gehindert. Sieben von ihnen wurden vorübergehend festgenommen.

Der Hintergrund des Protestes ist, dass Fiat die Folgen des starken Absatzeinbruchs (31,3 Prozent im Januar gegenüber dem Vorjahr) massiv auf die Belegschaften abzuwälzen versucht. Alle Fiat‑Werke in Italien wurden bereits über die Weihnachtszeit bis Mitte Januar vier Wochen lang geschlossen.

In den Werken Pomigliano, Cassino, Melfi und Termini Imerese wurde der Produktionsstopp um weitere zwei bis vier Wochen verlängert. Im Turiner Hauptwerk sind vor allem Angestellte von Kurzarbeit betroffen ‑ im Februar bereits 2.000 für zwei Wochen und im März 5.000 Angestellte für weitere zwei Wochen.

Der Protest der Fiat‑Arbeiter von Pomigliano stößt deshalb auf breite Solidarität nicht nur der anderen Fiat‑Belegschaften.

 

 

Am Freitag, den 13.2. beteiligten sich nach Angaben der Organisatoren ca. 700.000 Italiener an Streiks und Demonstrationen gegen die Krisenpolitik der Regierung und die wachsende Arbeitslosigkeit.

 

Bei der Großdemonstration in Rom waren unter anderem auch Arbeiter von Fiat Pomigliano d'Arco bei Neapel, die derzeit im Streik gegen die geplante Stilllegung der Fabrik stehen. Bei einer Blockade der wichtigsten Nord‑Süd‑Autobahn durch 100 Kollegen am 5.2. setzte die Polizei Knüppel ein und nahm 7 Demonstranten vorübergehend fest. 

Ähnliche Erfahrungen mit brutalen Polizeieinsätzen machten die 49 streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter der Firma INNSE in Mailand am 10.2. ‑ mit 200 Polizisten ging die Polizei gegen die Barrikaden und Streikposten vor. Einige Arbeiter wurden verletzt. INNSE, ein Stahlverarbeitungsbetrieb, kündigte zum 31. Mai letzten Jahres die Entlassung aller Beschäftigten an. Seither haben die Kollegen die Fabrik besetzt und arbeiten in Selbstverwaltung weiter. In der Region gibt es eine Solidaritätsbewegung mit den Kollegen, es werden Lebensmittel, Brennholz usw. gespendet.

 

 

Am 27. Februar demonstrierten in der süditalienischen Stadt Pomigliano d'Arco bei Neapel Tausende von Fiat‑Arbeitern gegen eine drohende Werksschließung. Die 5.000 Fiat‑Werker traten in einen vierstündigen Streik. An der Kundgebung beteiligten sich auch Beschäftigte der Zulieferer und die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden.

 

Montagsdemo 6.4.09, Redebeitrag Jupp Frerkes
 
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